Senegal: Fischereigemeinschaften helfen sich selbst
In diesem Jahr unterstützt die Seelsorgeeinheit Werdenberg ein Projekt der Fastenaktion in Senegal:
Die Erträge aus dem Fischfang im Senegal nehmen ab, den Familien fehlt es zunehmend an Nahrung und Einkommen. Einige Fische verschwinden, andere ändern ihr Verhalten – so bleiben etwa die Sardinen teilweise in Nordafrika, wo es ihnen bisher zu kalt war. Hinzu kommt die Überfischung durch ausländische Fischereiflotten, die sich nicht an die Verträge halten und zu nahe an der Küste fischen. Auch das zweite Standbein der Fischereifamilien leidet: die kleinbäuerliche Landwirtschaft: In Küstennähe werden durch das Absterben und Abholzen der Mangrovenwälder die Böden immer salzhaltiger. Klimabedingte Extremwetterereignisse und der steigende Bedarf an Grundwasser erschweren die Lage.
Widerstandskraft der Gemeinschaften stärken
Der senegalesische Fischerei-Dachverband Fenagie Pêche, eine Partnerorganisation von Fastenaktion, geht die Probleme ganzheitlich an. Es wurden 100 neue Solidaritätsgruppen gegründet, die gemeinsam Geld sparen, um sich in Notsituationen gegenseitig mit zinslosen Krediten auszuhelfen. Weiter gibt es Ausbildungen, um das Einkommen zu steigern, z. B. mit dem Trocknen von Fischen. Und, um die Versalzung der Böden zu stoppen, werden rund 6 Hektaren Mangrovenwald wieder aufgeforstet.
Alle Kollekten der Seelsorgeeinheit zugunsten der Fastenaktion, inkl. der privat einbezahlten Spenden, gehen an dieses Projekt in Senegal. – Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!