|
Sehr geehrter Bischof Ivo
Sehr geehrte Damen und Herren
Als Kreisratspräsident der Seelsorgeinheit Werdenberg darf ich noch einige Grussworte an sie richten. Erstmals möchte ich die Gelegenheit benützen Bischof Ivo im Namen des Kreisrates der Seelsorgeeinheit Werdenberg recht herzlich zu begrüssen. Gerne nehme ich die Gelegenheit wahr, Bischof Ivo zur Verleihung des Ehrendoktors in Theologie der Universität Freiburg vom Dienstag den 15.11.2005 zu gratulieren. Dies ist eine grosse Ehre, wurde doch seit 1965 kein Schweizer Bischof mehr von der Theologischen Fakultät Freiburg mit dem Ehrendoktorat ausgezeichnet.
Zur Seelsorgeeinheit
In den Gemeinden der Seelsorgeeinheit Werdenberg, also von Wartau bis nach Sennwald leben cirka 33'000 Einwohner auf 206 km2, wobei etwa 12’000 Katholiken zu betreuen sind. Schaut man auf das benachbarte Fürstentum Liechtenstein, wo annähernd 34'000 Menschen auf 160 km2 leben, ist unsere Seelsorgeeinheit ein grosses Gebilde, bedenkt man den Einsatz eines Pfarrers mit Vikar und örtlichen Pastoralassistenten, wobei unsere SE nicht die grösste in der Diözese sein wird. Im Bistum St. Gallen bestehen 5 Seelsorgeeinheiten bis Ende 2005 und ein Dutzend weitere bis 2007, wobei einige sicher von unseren Erfahrungen profitieren werden.
Verwaltungsvereinbarung
Seit dem 1. Januar dieses Jahr wird in diesen Kirchgemeinden die Verwaltungsvereinbarung der Seelsorgeinheit Werdenberg angewendet. Diese wurde nach geltenden rechtstaatlichen Grundsätzen erarbeitet und unter Einbezug der Bürgerschaft beschlossen. Mit dieser Vereinbarung ist die gemeinsame Finanzierung des Pastoralteams geregelt. Sie wurde an mehreren Sitzungen erarbeitet und die heutige Errichtung der Seelsorgeeinheit Werdenberg ist die logische Weiterführung dieses Prozesses welcher noch lange nicht abgeschlossen ist.
Personalsituation
Lassen sie mich noch einige Worte bzw. Zahlen zur Personalsituation im Bistum St. Gallen verlieren, welche direkte und indirekte Auswirkungen auf alle Seelsorgeeinheiten haben. Zurzeit sind 40 aktive Priester in der Pfarreiseelsorge jünger als 55 Jahre. 45 Männer und Frauen absolvieren momentan die Ausbildung für einen kirchlichen Dienst. Diese dauert je nach Bildungsweg im Normalfall 4 bis 6 Jahre. Mögliche Priesterweihen sind von diesen bis 2011 maximal 5 bis 7 zu erwarten. Aus der Personalstatistik unseres Bistums vom 08. Dezember 2004 kann entnommen werden, dass für die 142 Pfarreien noch 168 Priester, 19 ständige Diakone und 189 Laien-Seelsorger (davon 110 Männer und 79 Frauen) tätig sind.
Diese Zahlen zeigen auf, dass wir zurzeit auf der Stufe Kirchgemeinden keine anderen Möglichkeiten haben, als uns zusammenzuschliessen, Kräfte zu konzentrieren und konstruktiv zusammen zu arbeiten. An dieser Stelle möchte ich allen Mitgliedern im Kreisrat für die sehr gute und freundliche Zusammenarbeit danken. Nun sind weitere wichtige Schritte zu tun. Das Pastoralteam befindet sich in einem gewissen Spannungsfeld in dem es sich auch immer wieder neu bewähren muss. Gilt es doch vorhandene Bedürfnisse gerecht zu befriedigen. Doch wenn wir ehrlich sind, es ist nicht alles möglich. Ich fordere sie hiermit auf, beteiligen sie sich an diesem Prozess, geben sie sich ein, denn nur eine gelebte Kirche ist eine lebenswerte Kirche.
Für meinen Teil bin ich dankbar, dass mit dem heutigen Abend ein wichtiger gemeinsamer Schritt gemacht werden konnte.
Vielen Dank dass wir diesen Weg gemeinsam gehen.
Hans Peter Hitz
Kreisratspräsident
|